22. Dezember 2013

Der letzte seiner Zunft

Als Langlaufparadies genießt Obertilliach einen guten Ruf. Der Golzentipp – ein kleiner Skiberg direkt am Dorfrand fast – ist dagegen weniger bekannt. In dem Familienskigebiet (noch ein Geheimtipp) können Oma und Opa auf ihrem Spaziergang dem Nachwuchs bei den ersten Schwüngen zuschauen.

Obertillach - presse.tirol.at - Osttirol Werbung

Die urigen Holzhäuser in dem kleinen Ort stehen dicht beieinander, ihre Dächer berühren sich fast. Drumherum liegt meterhoch der Schnee, man fühlt sich wie im Heimatfilm. Und dann taucht Helmut Egartner auf, österreichweit der letzte einzige Nachtwächter und schaut nach dem Rechten – ausgerüstet mit Hellebarde und Laterne, so, wie es seit Jahrhunderten in dem kleinen Osttiroler Dorf mit seinen denkmalgeschützten Häusern Brauch ist.

Vorm Feuer hat man Angst in Obertilliach. Es ist ein altes Trauma in dem Haufendorf, das schon diverse Brände übersehen musste. Die Häuser wurden so dicht aneinander gebaut, um die Einwohner gegen feindliche Angreifer zu schützen, die vor Hunderten von Jahren den Frieden störten. Der 65-Jährige Nachtwächter dreht zwar nur noch dienstags und freitags seine Runde, aber die Messen sonntags morgens um 4 Uhr, bei denen wie schon seit Hunderten von Jahren um Bewahrung vor der Feuersbrunst gebettet wird, finden nach wie vor regelmäßig statt.

Helmut Egarnter freut sich schon auf 2016. Dann findet das europäische Nachtwächtertreffen in Obertilliach statt. Er ist dann Gastgeber von rund 150 Nachtwächtern und Turmbläser.

Hier im Hochpustertal vor der imposanten Kulisse der Karnischen Alpen findet man Ruhe in einer Bilderbuchlandschaft. Traditionsreiche Gasthöfen und Pensionen garantieren unverfälschte, urtirolerische Gastfreundschaft. Auch die Spitzensportler, die im Langlauf- und Biathlonzentrum am Rande des Dörfchens trainieren, sind begeistert.

Ab Mitte oder Ende November gibt’s genügend Schnee, um die täglich frisch präparierten Luxus-Loipen durch die unberührte Natur zu genießen. Legendär ist die 60 Kilometer lange Grenzlandloipe, die durch das Tiroler Gailtal und das Lesachtal bis hinüber nach Kärnten führt.

Infos: www.obertilliach.gv.at
Bildquelle: presse.tirol.at - Osttirol Werbung

Winterkunst im Iglu-Dorf

Iglu DorfPhoto: ©www.iglu-dorf.com

Sobald der Winter kommt werden in Engelberg-Titlis, Gstaad, Davos-Klosters, Zermatt, auf der Zugspitze und in Andorra mit patentierter Technik Iglu-Dörfer gebaut. Nicht nur Wände und Tische, Bänke und Stühle werden aus Eis und Schnee hergestellt, denn sobald sie fertig sind kommen die Eiskünstler. An den Schneewänden gestalten sie Figuren und Ornamente. Jedes Jahr entstehen so für einen Winter lang Traumwelten.

WalPhoto: ©www.iglu-dorf.com

Die Eiskunst-Themen dieses Winters:

Im Iglu-Dorf Gstaad sind es die vier Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde mit einer riesigen Schneewelle an der Iglu-Bar

In Davos-Klosters lautet das Motto „Musik“ mit Schnee-Instrumenten und einer Eis-Tonleiter.

Arktischen Zauber findet man in Engelberg-Titlis. Schneekristalle und Polarwölfe, ein Eisbär, und eine Schnee-Elfe an der Bar.

Sportlich wird´s in Zermatt mit dem Motto „Olympiade“.

Auf der Zugspitze (D) wird´s „heiß“ im Eis: „Willkommen in der Südsee: Kokosnuss und Haifischzahn" ist hier das Motto mit Palmen, Sandstrand und Meeresgetier, geformt aus Schnee und Eis.

Das südlichste Iglu-Dorf in Andorra dagegen hält es mit Kunst aus dem hohen Norden: Russische Kultur im Schneepalast.

Das Iglu-Dorf auf der Zugspitze ist ab Silvester geöffnet, die anderen schon ab Weihnachten. An den kunstvoll verzierten Iglu-Bars werden coole Drinks und heißes Käsefondue angeboten.

Infos: www.iglu-dorf.com

IgluPhoto: ©www.iglu-dorf.com