29. August 2012

Irland: Austernfest

Eins der größten kulinarischen Ereignisse ist das alljährliche Austernfest in Galway. Es wird immer in der letzten Septemberwoche gefeiert. Die Austern sind dann am wohlschmeckendsten und die besten Köche des Landes bereiten unglaubliche Köstlichkeiten daraus zu. In einem lustigen Wettbewerb geht es darum: wer in welcher Zeit die meisten Austern öffnen kann, die dann auch sofort an Ort und Stelle geschlürft werden. Es gibt auch eine "Oyster-Queen", die auf einem Kahn übers Meer einfährt und das Ganze ist ein riesiges ungeheuer lustiges Spektakel, das jedes Jahr Tausende anlockt. Wir haben einmal selbst beobachtet, wie ein Mann beim Austern-Wettessen 12 Dutzend Austern und nocheinmal vier Stück dazu verdrückte. Danach war er allerdings selbst platt wie eine Öyster.

www.galwayoysterfest.com

Bildquelle: TOURISM IRELAND - Chris Hill

Ecuador: UNESCO Weltkulturerbestadt Quito

Die UNESCO hat als allererste Stadt der Welt Ecuadors Hauptstadt Quito anerkannt. Und das schon vor einiger Zeit. In der historischen Altstadt gibt es zahllose Handwerker und Künstler, die das Erbe ihrer Vorfahren bewahren und fortführen. Eine ganze Reihe von ihnen kann man in ihren Werkstätten besuchen und bewundern. Da gibt es beispielsweise in einem Stadtteil von Quito, in San Roque,den gemütlichen Luis Banda, der in seinem über hundert Jahre alten Kupferkessel unablässig Zucker, Erdnüsse, Honig und eine geheime Zutat vermischt und daraus "Colaciones" herstellt. Das sind Kügelchen, die es schon in der 3. Generation hier gibt und die unglaublich gut schmecken. Luis lässt sich gerne bei der Arbeit zusehen.

An der Plaza Santa Clara führt Emma Lagla in der 4. Generation einen Kräuterladen. Mit ihren Kräutern und Essenzen versteht sie umzugehen und sogar erfolgreich zu heilen. Auch schlechte Energie kann sie vertreiben und man kann dies an Ort und Stelle ausprobieren.

Ebenfalls im Stadtteil La Ronda formt Humberto Silva Spielzeug aus Blech, was man bei uns fast nicht mehr kennt. Seit der Kolonialzeit sind in dieser Handwerkskunst die Leute hier wahre Meister. Auch er lässt sich gerne zuschauen, wenn er beispielsweise eine Trommel aus Blech biegt und sie zum klingen bringt.

Spielzeuge aus Holz hingegen stellt Jorge Rivadeneira her. Er macht auf seiner Drechselbank Kreisel und anderes typisch südamerikanisches Holzspielzeug - ein hübsches Mitbringsel für Tousisten.

Luis Lopez ist der Hutmacher von La Ronda.. Er fertigt Sombreros und allerlei andere riesige Sonnenhüte und sogar Tirolerhüte und das seit über 80 Jahren.

www.quito.com.ec

Ecuador: Auf der Blumenroute

In diesem Land am Äquator wachsen die schönsten Blüten unter ganz ungewöhnlichen Bedingungen. Die "Ruta de las flores" beginnt in der Hauptstadt Quito und führt entlang der Vulkanstraße zu insgesamt 23 Blumenfincas in 5 verschiedenen Regionen. Man kann u.a. auf einer Rosenfarm wohnen, deren Blüten Namen wie "Movie-Star" oder "Latin Lady" haben. Auf den Fincas kann man eine ganze Menge über Blumen und speziell über Rosen lernen. Man bekommt erklärt, wie sie gesetzt, veredelt und gepflegt werden, welche Sorten sich für lange Transporte eignen, man erfährt, dass die meisten Rosen, die in unseren Blumenläden verkauft werden, aus Ecuador sind und für die lange Reise nach Europa ganz besonders behandelt werden müssen.

Man hört aber auch, welche Sorten wir in unseren heimischen Gärten selbst züchten können - kurz: alles was das Herz des Rosenfreundes erfreut. So eine Führung dauert in der Regel eine Stunde und dann fährt man mit dem Bus, zuweilen auch mit dem Zug, weiter zur nächsten Finca. Aber nicht nur Blumen kann man in Ecuador sehen. Die touristischen Anbieter haben sich sich noch viele andere Dinge ausgedacht. So sollte man beispielsweise unbedingt die Pyramiden von Cochsquioder in der Kraterlagune Mojanda besuchen. Selbstverständlich werden einem allüberall die lokalen Speisen angeboten, vor allem viel Süßes. Es werden außerdem interessante Reiter- und Wanderausflüge angeboten, die teilweise auch an den Blumenfincas vorbeiführen.

www.ecuador.travel
www.trenecuador.com

18. August 2012

Ostbayern: Kulinarisches im Herbst

Ja, er macht sich langsam schon ein bisschen bemerkbar - der Herbst. In vielen Bundesländern sind die Ferien zu Ende und da machen sich die Gastwirte daran, über ihre Speisekarten im Herbst nachzudenken. Da gibt es beispielsweise im Amberg-Sulzbacher Land ab dem 3. September den Bauernherbst. Und das heißt, dass Wildbret und Kürbisgerichte aufs Menü kommen, denn beides gibt es im Bayerischen Jura reichlich. Die Leute dort machen daraus die Reihe "Wirtshaus und Kultur" und haben sich eine riesige Bandbreite dazu einfallen lassen. Bewegen und genießen und gleichzeitig auch noch ein bisschen was für Geist und Seele mitnehmen. Könnte ein schöner Herbst werden. Und für manche gibts ja auch nochmal Ferien.

www.amberg-sulzbacher-land.de

Altmühltal: "Wilder Herbst"

In Berching im Naturpark Altmühltal haben sich die Gastwirte von 15. bis 30. September zum "Wilden Herbst" zusammengetan. Sie wollen ihren Gästen nicht nur Fisch aus klaren Bächen servieren, sondern auch Reh, Wildschwein und Hase. Der Hopfen für ihr Bier wächst ebenfalls vor der Haustür und die Obstbäume für ihren Selbstgebrannten ebenfalls. Und dann sind da noch die Lämmer und die Pilze aus dem Wald. Da kann der Herbst doch kommen.

www.berching.de

Ostbayern: Fische über Fische

Der Landkreis Tirschenreuth nennt sich auch "Land der 1000 Teiche". Die Gegend ist in der Tat seit Jahrhunderten von der Fischzucht geprägt und der Fisch wird dort nicht nur sorgfältig gezüchtet sondern auch äußerst wohlschmeckend zubereitet. Die "Erlebniswochen Fisch" sind alljährlich nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein kulturelles Ereignis.

Man kann beispielsweise bereits beim Abfischen der Teiche zusehen und dann vielleicht einen Koch- und Filetierkurs mitmachen, bevor man in einem der vielen Gasthäuser seinen Fisch verspeist.

Eine Reihe von speziellen Aktionstagen gibt es ebenfalls. Am 12. September kann man sich in der Schlossschänke Friedensfels bei einem feinen mehrgängigen Fischmenü verwöhnen lassen, im Geschichtspark Bärnau-Tachov gibt es am 3. Oktober den Aktionstag "Fisch im Mittelalter".

www.erlebnis-fisch.de www.oberpfaelzerwald.de

1. August 2012

Spanien: Kastiliens neues Museum

Spanienurlauber, die in Kastilien die Weinroute des Duero im Norden absolvieren, sollten einen Abstecher nach Santa Cruz de la Salceda in der Provinz Burgos machen. Dort ist nämlich im Mai das bisher erste und einzige Museum für Düfte in Europa eröffnet worden. Ursprünglich war es eigentlich nur für Blinde gedacht, aber das Interesse auch Sehender war so groß, dass man es ausgeweitet hat. Man weiß, dass man sich zu 35% an das erinnert, was man riechen kann und nur zu 5% an das, was man sieht. Gerüche und Aromen sind so vielfältig und sie rufen sowohl schöne wie auch unliebsame Erinnerungen hervor.

Das Museum ist das ganze Jahr über geöffnet und eine Ausstellung verfügt über 85 Aromen der unterschiedlichsten Art. Außerdem werden Workshops zur "Aromatherapie", Heilpflanzen und zur Parfümdestillation angeboten.

www.museodelosaromas.com