12. April 2012

Belgien: Die Königlichen Gewächshäuser

König Leopold II. von Belgien war einst einer der reichsten Männer der Welt. Ihm gehörte der ganze Kongo, damals eine belgische Kolonie und 60 Mal so groß wie Belgien. Dort gab es ungeheure Bodenschätze, die der König zu nutzen verstand. Im Jahr 1873 erfüllte er sich einen Herzenswunsch. Er beauftragte seinen Hofarchitekten, ihm ein riesiges Gewächshaus zu bauen, in dem man die größten und höchsten Bäume und die wunderbarsten und seltensten Pflanzen der Welt anpflanzen konnte. Und so entstand nördlich der belgischen Hauptstadt Brüssel, in Laeken, ein gigantisches Bauwerk aus Stahl und Glas mit Pavillons und einem einen Kilometer langen Spazierweg in einem gläsernen Rundgang. Die höchste Kuppel des Gewächshauses ist 25 Meter hoch und hier gedeihen die Palmriesen und andere hohe exotische Bäume und Pflanzen aufs prächtigste. In der Orangerie wachsen Zitrus- und Lorbeerbäume und Orchideen in allen Farben und entzücken die Besucher, die zu Tausenden kommen. Dies ist nur einmal im Jahr möglich - 2012 öffnen die Königlichen Gewächshäuser von 14. April bis zum 6. Mai.

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Bildquelle: A. Kouprianoff / Toerisme Vlaanderen