27. Oktober 2011

Indonesien: Java

Schon immer umgab die Insel Java etwas Geheimnisvolles und das ist durchaus berechtigt, denn sie hat eine Jahrtausende alte Kultur und große ethnische Vielfalt..

Von Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens (einer Riesenmetropole), erreicht man den Inselstaat Java am besten mit einem Inlandflug. Reizvoller aber beschwerlicher geht es auch mit dem Auto auf dem Landweg. Man fährt dabei durch ausgedehnte Teeplantagen und kommt durch die wunderschöne Sultansstadt Yogyakarta, wo es wirklich wie in einem Märchen zugeht. Zwei Autostunden nördlich dieser Stadt kommt man dann endlich zu dem Punkt, weswegen man alle Strapazen auf sich genommen hat: Dem UNESCO-Welterbe Borobudur.

Borobudur ist die größte Tempelanlage der Welt. Sie steht inmitten einer sattgrünen Tropenlandschaft. Schon um 800 herum haben hier Steinmetze über zwei Millionen riesige Steinblöcke auf einem 30 Meter hohen Hügel aufgetürmt und 1460 Reliefs zum Ruhme Buddhas in die Lavasteine eingemeißelt. Das Heiligtum ist auf neun Ebenen ansteigend und symbolisiert so den Weg des Menschen nach oben bis zu seiner Erleuchtung. Irgendwann verschwand der Buddhismus aus Java und die Tempelanlage wurde nach einem Vulkanausbruch unter Asche begraben. Wie Dornröschen sank Borobudur in einen 1000-jährigen Schlaf. Europäische Architekten erweckte die Anlage zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus ihrem langen Schlaf und fingen an, sie zu restaurieren. Diese umfangreichen Arbeiten dauerten bis zum Jahr 1983.

Seitdem kommen wieder Scharen buddhistischer Pilger und Touristen hierher und werden von 432 lächelnden Buddhafiguren begrüßt und auf den rechten Weg durch die schönste und größte Tempelanlage der Welt geleitet.

www.borobudurpark.co.id